Organtransplantation: Schritt um Schritt zum Erfolg

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    Schon in der italienischen Renaissance erklärte der Arzt Tagliacozzi: «Die individuelle Beschaffenheit der Menschen verhindert es grundsätzlich, dass Gewebe einer Person entnommen und in eine andere transplantiert werden kann.» Vor Anbruch des letzten Jahrhunderts wurden zahlreiche Experimente mit unterschiedlichem Ausgang durchgeführt. Zwischen 1900 und 1950 sorgten dann Fortschritte in der Chirurgie dafür, dass immer mehr Organe oder Gewebe transplantierbar waren. Die Betroffenen starben aber häufig früher oder später. Ab 1950 ermöglichten neue Erkenntnisse zum Immunsystem mehrere spektakuläre Erfolge. Noch immer existierte aber keine wirksame Behandlung gegen die Abstossungsreaktion. Vor rund 30 Jahren dann eröffnete das erste Medikament auf der Basis von Ciclosporin neue Perspektiven. Immer mehr Kranke profitierten von langfristigen Erfolgen mit dieser Technik. Heute sind Organtransplantationen weit verbreitet. So weit, dass ein akuter Mangel an Spenderorganen besteht. Die Forschung beschäftigt sich nun mit neuen Techniken, die beispielsweise auf Stammzellen oder der Verwendung von Tierorganen basieren.

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