Endlich gut schlafen!

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    In einem gut gelüfteten, nicht überheizten Raum schlafen, die biologische Uhr beachten und sich am Tag bewegen (aber nicht zu spät am Abend): Diese einfachen Massnahmen können bereits genügen, um das Einschlafen zu erleichtern oder die Schlafqualität zu verbessern.  

    Eine ganze Palette von Lösungen in Ihrer Apotheke

    Substanzen, die in gewissen Lebensmitteln enthalten sind, wirken schlaffördernd. Der Schlaf wird durch Serotonin geregelt, das im Gehirn aus Tryptophan produziert wird. Tryptophan ist eine «essentielle» Aminosäure, die vom Körper nicht selbst hergestellt werden kann und deshalb über die Nahrung aufgenommen werden muss. Gemäss Studien ist der Serotoninspiegel im Gehirn von der zugeführten Menge Tryptophan abhängig. Wie alle essentiellen Aminosäuren ist Tryptophan in tierischen Eiweissen enthalten; die beste Quelle ist Milch. Eine eiweissreiche Mahlzeit hemmt jedoch den Transport von Tryptophan im Blut, da es Konkurrenz durch die übrigen Aminosäuren erhält. Ein kohlenhydratreiches Abendessen hingegen fördert den Transport der Substanz im Blut und seine Verwendung im Gehirn.

    Zu den «Freunden» eines gesunden Schlafs gehören auch Vitamin B6, Magnesium und Calcium, die als Nahrungs­ergänzungen im Rahmen einer Kur eingenommen werden können. Vitamin B6 und Magnesium sind an der Synthese von Serotonin beteiligt, während Magnesium und Calcium nervlich entspannend wirken.

    Zahlreiche Pflanzen (Baldrian, Hopfen, Melisse, Passionsblume usw.) sind für ihre beruhigende und schlaffördernde Wirkung bekannt.

    Die Homöopathie bietet gezielte Lösungen. Bei Einschlafschwierigkeiten im Zusammenhang mit freudiger Erregung oder zu viel Kaffee verspricht Coffea Linderung, während sich Rhus tox. bei Schlaflosigkeit nach grosser körperlicher Anstrengung bewährt hat. Ignatia ist zu empfehlen, wenn einen Verärgerung oder Sorgen vom Schlafen abhalten, ­Gelse­mium, wenn eine schlechte Nachricht der Grund ist.

    Bei den rezeptfrei erhaltlichen chemisch hergestellten Schlafmitteln sind die beiden Antihistaminika Diphenhydramin und Doxylamin erwähnenswert. Sie wirken rasch und sind gut verträglich, dürfen aber nur während kurzer Zeit verwendet werden.

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