Akne – sanft behandelt

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    Die für ihre unangenehmen Ausschlage bekannte Hautkrankheit Akne aussert sich physiologisch gesehen durch eine übermassige Absonderung von Talg, der eigentlich der HautElastizität dient. Das mannliche Sexualhormon Testosteron – in geringeren Mengen kommt es auch bei der Frau vor – sowie das Progesteron stimulieren die Talgproduktion. Wird zuviel Talg abgesondert, erweitern sich die Poren, und auf der ständig von Bakterien besiedelten Haut bilden sich Pickel.

    In Sachen Ernährung sind bei Aknebefall oder zur Prophylaxe folgende Massregeln zu beachten: Scharfe Speisen sowie grosse Mengen Kaffee und Alkohol meiden, denn sie erweitern die Blutgefasse und die Poren im Gesicht. Die Zufuhr von gesattigten Fetten (Butter, Schweineschmalz, sehr fetthaltige Fleischarten und Milchprodukte, Vollmilch) unbedingt reduzieren. Empfohlen werden hingegen die entzündungshemmend wirkenden, mehrfachungesättigten Fette. Dazu gehören neben Fisch kaltgepresste, nicht erhitzte Öle (insbesondere Distel-, Sonnenblumen- und Traubenkernöl).

    Einige Nahrstoffe sind gegen Akne besonders nützlich:

    • Vitamin A, das Hautvitamin par excellence, wirkt abschwellend und wundheilend. Es kann in Form von Karotin (Spirulina- oder Karotten-Tabletten) eingenommen werden. In schweren Fallen wird es vom Arzt hochdosiert verordnet (50’000 I.E. und mehr).
    • Vitamin E, ebenfalls wundheilend, ist in einer Dosierung von 100 bis 400 mg täglich empfehlenswert.
    • Gamma-Linolensaure, eine mehrfach ungesättigte, stark entzündungshemmende Fettsaure, kommt in Borretsch- und Nachtkerzenöl vor (Kapseln).
    • Zink schliesslich ist für die Aufnahme des Vitamins A unerlasslich. Die empfohlene Tagesdosis betragt 15 mg.

    Akne lasst sich auch homöopathisch behandeln. Ich persönlich empfehle: Staphilococcinum 9 CH, 5 Kügelchen sonntags; Thuya 7 CH, 3 Kügelchen dreimal wöchentlich am Morgen; Haut 4 CH und Nebenniere 4 CH, jeweils drei Ampullen wöchentlich, wochenweise abwechselnd, vor dem Schlafengehen. Mit einer gleichzeitigen Konstitutionsbehandlung (Pulsatilla, Natrium muriaticum, Graphites usw.) sind die Erfolgsaussichten beachtlich höher.

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